Christophorushaus erhält Turmkreuz

veröffentlicht 23.02.2026, Segensgemeinde Darmstadt

Pünktlich zum Beginn der Passionszeit hat der Turm des Christophorushauses ein Kreuz erhalten.

Bei strahlendem Sonnenschein ist am 20. Februar ein Kreuz am Turm des Christophorushauses angebracht worden. In luftiger Höhe brachten Schreinermeister Martin Schlingmann und sein Team das rund 100 Kilogramm schwere Kreuz an seinem vorgesehenen Platz von einem Baugerüst aus an. 

Auch der Künstler Marc Hilgenfeld aus Frankfurt war anwesend. Sichtlich bewegt konnte er es noch kaum fassen, dass sein 80 Zentimeter tiefes, 110 Zentimeter breites und 160 Zentimeter hohes geschweißtes Messingkreuz jetzt seinen Bestimmungsort gefunden hat. Der Künstler hat auch die Prinzipalstücke Altar, Ambo, Taufbecken und Kerzenstation im Innenraum der Kirche entworfen, mit denen das Kreuz eine künstlerische Einheit bildet.

Das Kreuz schmiegt sich am oberen Ende regelrecht an den Turm an. „Es wirkt wie eine Marke, eine Widmung oder ein Stempel“, beschreibt Marc Hilgenfeld die Wirkung des Kreuzes, „es gehört jetzt einfach untrennbar zum Gebäude.“ Auch für Schreinermeister Martin Schlingmann ist es „etwas ganz Besonderes“, dass er das Kreuz montieren durfte. Es sei sein erstes Kirchturmkreuz gewesen. 

Zuvor hatte er das Metallkreuz in seiner Werkstatt mit einer Blockkonstruktion von hinten verstärkt und dieses dann auf einer Unterkonstruktion an der Fassade befestigt. Ein Gläschen Sekt nach getaner Arbeit hoch oben auf dem Baugerüst durfte auch nicht fehlen. Daniel Jünger, Leiter der Bauabteilung des Evangelischen Dekanats Darmstadt, und Bernd Arndt, deren Bauleiter, haben die Montage des Kreuzes fachlich begleitet. „Es gehört zu den wunderbaren Seiten unserer Arbeit, an einem solchen Projekt mitwirken zu dürfen“, so Jünger.

 „Für mich ist es wie ein Schluss-Stein“, sagt auch Dr. Thomas Kluck, Pfarrer im Ruhestand, und wie seine Frau Renate Kluck viele Jahre im Pfarrdienst in der früheren Christophorusgemeinde tätig gewesen. Beide haben es sich nicht nehmen lassen, bei der Kreuzmontage dabei zu sein. Viele Jahre haben sie das Neubauprojekt ihrer Gemeinde begleitet. Renate Kluck war bis zu ihrem Ruhestand seit vorigem Jahr noch Gemeindepfarrerin hier. 

Das Christophorushaus wird auch von den beiden Zentren Seelsorge und Beratung sowie Bildung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) genutzt, mit denen Kirche und Gemeindezentrum im Herdweg 122 im Darmstädter Woogsviertel eine bauliche Einheit bilden. André Everts, bis Ende 2025 Vorsitzender des Kirchenvorstands der früheren Christophorusgemeinde und jetzt stellvertretender Kirchenvorstandsvorsitzender der neuen Segensgemeinde, war zusammen mit Kirchenvorsteher Wolfgang Wiese ebenfalls bei der Montage vor Ort.

Auch der Stellvertretende Dekan Sven Sabary, in dessen Zuständigkeitsbereich die Segensgemeinde und damit auch das Christophorushaus gehört, freut sich: „Wir sind dankbar, dass mit der Montage des Turmkreuzes im übertragenen Sinne des Wortes der Höhepunkt erreicht ist.“ Der jüngste Kirchenneubau der EKHN erhalte damit – pünktlich zu Beginn der Passionszeit – sein Turmkreuz. Das Kreuz sei gerade für evangelische Christinnen und Christen ein „zentrales Symbol des christlichen Glaubens“. Es erinnere sowohl an die Passion, das Leiden und Sterben Jesu von Nazareth, als auch an den Sieg des Lebens über den Tod.